Auf Einladung der Hans-Böckler-Stiftung hat ein Kreis von renommierten BildungsforscherInnen, HochschulpraktikerInnen und gewerkschaftlichen BildungsexpertInnen das neue Leitbild "Demokratische und Soziale Hochschule" formuliert.
Eine Öffnung von Universitäten und Fachhochschulen für junge Menschen
aus bildungsbenachteiligten Familien und für beruflich Qualifizierte
ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung - das sind zentrale
Aufgaben, um das deutsche Hochschulsystem zukunftsfest zu machen. Der
Ausbau der öffentlichen Studienfinanzierung und -förderung ist der
Dreh- und Angelpunkt, um mehr Chancengleichheit beim Hochschulzugang
und im Studium zu erreichen. Viele Weichenstellungen der aktuellen
Bildungspolitik weisen jedoch in eine andere Richtung: So zeigen
Untersuchungen zum Beispiel, dass Studiengebühren für Jugendliche aus
bildungsfernen und einkommensschwachen Elternhäusern ein zusätzlicher
Grund sind, trotz Abitur auf ein Studium zu verzichten. Andererseits
muss das BAFöG weiterentwickelt werden, um noch wirksamer als bisher
eine höhere Beteiligung an akademischer Bildung unabhängig von der
Finanzausstattung des Elternhauses zu unterstützen. Dazu ist etwa der
Darlehensanteil zu Gunsten eines nicht rückzahlungspflichtigen
Zuschusses zurückzuführen.
