Termin

30 Jahre nach Tschernobyl – und kein Ende der Katastrophe

Im Herbst 2015 schlug unerwartet der Strahlen-Detektor eines Kernkraftwerks
an, als ein Besucher die Schranke passierte. Er hatte Wildschwein-Braten aus dem Böhmerwald im deutsch-tschechischen Grenzgebiet verzehrt. In dieser Gegend sind – wie in vielen anderen – Pilze und Wild mit radioaktivem Cäsium belastet, teilweise so stark, dass von ihrem Verzehr abgeraten wird.
Die Folgen des Unglücks sind in der Gegend um Tschernobyl nach
wie vor zu spüren. Von den Verantwortlichen wurden Ausmaß und
Folgen meist heruntergespielt. Aber auch in Deutschland sind 30
Jahre nach Tschernobyl und fünf Jahre nach Fukushima die langfristigen
Folgen einer atomaren Kernschmelze immer noch nicht ausreichend
bekannt.


Die Zeitzeugin Anna Fitseva, die 1986 im weißrussischen Gomel-Gebiet lebte,
das besonders stark von den Auswirkungen betroffen ist, wird über das Leben
während und nach der Tschernobyl-Katastrophe in Weißrussland berichten.

 

Dr. med. Angelika Claußen ist Mitglied der IPPNW (Internationale Ärzte für
die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung). Sie war
lange Zeit Vorsitzende der deutscher Sektion und ist seit zwei Jahren Vorsitzende der Sektion Europa. Sie wird Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu den langfristigen gesundheitlichen Folgen der Katastrophe in Europa präsentieren.

 

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Veranstalter:
Gruppe »Wissen und Kritik«, in Zusammenarbeit mit dem Haus der Wissenschaft & der Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften  
Ort:
Hörsaal PK 4.3, TU-Altgebäude, Pockelsstr. 4
Datum:
Mittwoch, 20. April 2016
Beginn:
18:30 Uhr
Ende:
00:00 Uhr
 

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